Erbsen anbauen leicht gemacht

Die Erbse ist eine dankbare Pflanze: sie kann als Direktsaatkultur angebaut werden, wächst schnell, hat eine wunderschöne Blüte und beschert Ihnen bereits im Juni eine reiche Ernte. Hier finden Sie alles, was Sie vor dem Erbsen anbauen wissen sollten.

Erbsen anbauen – die Übersicht:

  • Erbsen legen: Mitte Februar bis Ende März (je nach Sorte)
  • Erbsenblüte: Mitte Mai
  • Erbsenernte: ab Anfang Juni

Erbsen für die Aussaat vorbereiten

Um die trockenen Erbsen für die Aussaat vorzubereiten, empfiehlt es sich diese etwa 12 Stunden in Wasser einzuweichen. Dadurch gehen mehr der Erbsen auf und das Austreiben dauert deutlich kürzer.

Erbsen aussähen und pflanzen

Erbsen werden im Frühjahr direkt im Freiland gesetzt. Je nach Sorte kann die Aussaat zwischen Mitte Februar und Ende März variieren.

Erbsen werden traditionell in Reihen gepflanzt. Etwa 3 cm tief sollten sie unter die Erde kommen, damit sie nicht von Vögeln erspäht und gefressen werden. Der Abstand innerhalb der Reihe ist mit 2-4 cm gut bemessen. Zwischen den Reihen empfehlen wir etwa 30-45 cm Platz zu lassen, da Erbsenpflanzen gerne in die Breite wachsen. Halten Sie die gelegten Körner die ersten Tage sehr feucht, damit Sie sicher keimen können.

Schützen Sie die jungen Keimlinge

Um die austreibenden zarten Erbsenkeimling vor Kälte und Vögeln zu schützen, empfehlen wir sie die ersten paar Wochen mit einer Lochfolie abzudecken. Sobald die Pflanzen gegen die Folie drücken, sind sie groß genug und kommen ab jetzt ohne den zusätzlichen Schutz aus.

Ein Vorziehen von Erbsen ist recht ungewöhnlich, aber möglich.

Erbsen vorziehen im Zimmergewächshaus

Wenn Sie besonders sorgfältig vorgehen möchten, können Sie Erbsen bereits Anfang Februar im Zimmergewächshaus vorziehen. Denken Sie dabei an das Einweichen der Erbsen für 12 Stunden und setzen Sie die Erbsen nicht zu dicht. Im März können die vorgezogenen Pflänzchen dann ins Freiland gesetzt werden und bedürfen keines Schutzes durch Lochfolie mehr.

erbsen blühte

Pflege der Erbsenpflanzen

Erbsen sind pflegeleichte Pflanzen. Haben Sie einmal die Keimphase überstanden, wachsen Sie in ungeheurer Geschwindigkeit. Die kurze Blüte der Erbsenpflanze im Mai ist ein Highlight eines jeden Nutzgartens und bereits Anfang Juni können die meisten Sorten als eines der ersten Gemüse geerntet werden. Wenn Sie im nächsten Jahr wieder Erbsen anbauen möchten, empfiehlt es sich einige Erbsen zu trocknen und dunkel und trocken bis zum nächsten Jahr zu lagern. So hat man sein eigenes Saatgut und muss nicht noch einmal Geld für Erbsen ausgeben.

Unser Tipp

Früher wählten wir häufig niedrige Erbsengroßen, die häufig viele Probleme mit sich brachten. Sie wurden überwuchert, von Schnecken gefressen oder faulten bei Bodenkontakt. Heute verwenden wir hohe Sorten, die dem Unkraut und der Bodenfäule förmlich davon wachsen. Als Rankhilfe verwenden wir ein 2 Meter hohes Rangitter. Ein großer Vorteil ist auch, dass wir die Erbsen nun bequem im Stehen ernten können. Wir haben besonders positive Erfahrungen mit der Sorte Enrame Rondo* gemacht.

Erbsensorten

Bei den Erbsen werden vier verschiedene Sorten unterschieden: Ackererbse, Palerbsen, Markerbsen, Zuckererbse. Ackererbsen werden heutzutage nur noch für die Futterindustrie angebaut. Deshalb beleuchten wir hier nur die drei übrigen Erbsensorten.

Palerbsen (Pisum sativum L. convar. sativum)

Diese Erbsensorte erkennt man an glattschaligen Samenkörnern. Wenn Sie diese Art an Erbsen anbauen möchten, sollten Sie darauf achten die Früchte jung zu ernten. Werden Palerbsen zu lange hängen gelassen reift die Stärke in der Erbse. Das Ergebnis ist ein mehliger Geschmack beim Verzehr.

Erbsen pflanzen ernten

Markerbsen (Pisum sativum L. convar. medullare Alef.)

Markerbsen erkennt man an einer geschrumpelten Oberfläche der Samenkörner. Sie haben einen hohen Zuckergehalt und sind deshalb besonders wegen ihres guten Geschmacks beliebt. Wenn Sie im Geschäft eine Dose Erbsen kaufen, wird es sich höchstwahrscheinlich um Markerbsen handeln.

Zuckererbse (Pisum sativum L. convar. axiphium Alef.)

Zuckererbsen unterscheiden sich maßgeblich von den anderen drei Sorten. Sie werden während des Reifeprozesses nicht zäh. Dadurch können sowohl Körner als auch Schoten ungekocht verzehrt werden. Der süße Geschmack macht Sie zur beliebtesten Erbsensorte.

Weiterführende Links und Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Erbse

 

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